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Höfe in Gortz

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Gortz fällt im Kernort, dem Kirchenstandort, durch seinen quadratischen Grundriss auf. Es ähnelt einem wendisches Rundlingsdorf. Bei einem Rundlingsdorf wurden die Bauernhöfe rund um einen Platz angelegt. Dahinter erstreckt sich der zum Hof gehörende Acker, lang und schmal in die Landschaft hinein. Gortz ist kein Rundlingsdorf. Die Bezeichnung Rundling geht auf runde oder mindestens ovale Anordnung der Hofstellen zurück. Die alte slawische Siedlung Gortz lag wahrscheinlich direkt am Beetzsee. Es gibt Gräberfunde unterhalb des Flachsberges, die auf das Vorhandensein einer Siedlung an dieser Stelle schließen lassen. Das könnte das slawische Gortz gewesen sein.
Der jetzige Ort entspricht nicht mehr dem damals entstandenen Ort, weil Gortz im dreißigjährigen Krieg zerstört und dann wieder aufgebaut wurde. Die vorhandenen fränkische Höfe stammen erst aus dem 19. Jahrhundert . Sie sind eine ganz besondere Kategorie von Höfen. Sie sehen wie Wehrhöfe aus, von allen Seiten mit großen Gebäuden und hohen Mauern umschlossen. In Kriegszeiten diente diese Art der Abschottung dazu Plünderungen zu erschweren oder zu verhindern. Als Besonderheit gibt es am Ende des quadratischen Dorfplatzes eine niederdeutsches Bauernhaus.